Aktuelles

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Aktuelles

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Augen auf beim Immobilienkauf – hierauf sollten Sie im Kaufvertrag besonders achten!

Sie haben ihre Traumimmobilie gefunden und sehen ihre Kinder bereits im eigenen Garten groß werden? Sehen sich schon beim Stricken im Schaukelstuhl?

Dann muss es jetzt schnell gehen – der Immobilienmarkt ist hart umkämpft und der nächste Kaufinteressent wird nicht lange auf sich warten lassen – also zusagen und ab zum Notar? Der Euphorie ist keine Grenze gesetzt - los geht’s!

 

Aber Achtung! Auch wenn Sie kompetente Berater an ihrer Seite haben, sollten Sie beim Kaufvertrag ganz genau hinschauen und einen kühlen Kopf bewahren! Bleiben Sie immer Herr über die Sache und prüfen Sie den Kaufvertrag auf Herz und Nieren – so ersparen Sie sich möglichen Ärger und Kosten!

Ein guter erster Schritt? Im Internet gibt es viele Muster – Kaufverträge, die einem erste Hilfestellungen und wichtige Inhalte vermitteln, so geht man nicht ganz unbedarft an den Kauf ran! Nutzen Sie doch einen solchen Kaufvertrag als Checkliste!

Die wichtigsten Punkte fassen wir hier für Sie zusammen:

  1. Der Notar

    Man sollte wissen, dass der Notar verpflichtet ist, sowohl Käufer als auch Verkäufer gleichermaßen und neutral zu beraten. Auch wenn oftmals der Makler oder der Verkäufer den Notar festlegt, haben Sie hier die gleichen Rechte wie die andere Partei und können ihre Voraussetzungen für den Kauf mit dem Notar besprechen. Fragen kostet hier nichts (zusätzlich) – schließlich zahlen Sie als Käufer in aller Regel ja sowieso den Notar – also nutzen Sie diesen neutralen Ansprechpartner lieber zu viel als zu wenig!

    Der Notar muss Ihnen vor der Vertragsunterzeichnung den Vertrag zukommen lassen, sodass Sie ausreichend Zeit haben, diesen zu lesen und eventuelle Unklarheiten zu beseitigen.

    Kaufen Sie bei einem gewerblichen Verkäufer, beispielsweise bei einem Bauträger, sieht die gesetzliche Frist vor, dass Sie 14 Tage vor Beurkundung den Kaufvertragsentwurf vorliegen haben müssen. Dies ist vor allem im Neubau – Bereich der Fall!

  2. Das Grundbuch

    Selbstverständlich wird das Kaufobjekt präzise aufgenommen. Der Notar sieht hierfür vor der Beurkundung das Grundbuch ein. Nach dem Grundbuch wird das Objekt bezeichnet. Die Beteiligten sollten das genau überprüfen, da nur das verkauft wird, was hier auch genannt ist.

    Unabhängig vom Notar sollten Sie das Grundbuch vor der Beurkundung ebenfalls prüfen. Wenn Sie eine Finanzierung bei einer Bank abschließen, bespricht in aller Regel der Bankberater mit Ihnen die Gegebenheiten im Grundbuch.Im Grundbuch können Dienstbarkeiten, zum Beispiel zu Gunsten von Nachbargrundstücken (gemeinsame Hofeinfahrt oder ähnliches) oder auch Versorgungsunternehmen eingetragen sein. In diesem Fall sollten Sie genauer hinsehen und alle Gegebenheiten abklären!

  3. Die Auflassungsvormerkung

    Bestehen Sie auf eine Auflassungsvormerkung. Eine Auflassung ist die Erklärung des Verkäufers einer Immobilie, dass die Immobilie auf den Käufer übergehen soll und der Verkäufer im Zeitraum zwischen Vertragsschluss und der Eintragung des Käufers ins Grundbuch, das Grundstück bzw. die Immobilie nicht an jemand anderen verkaufen kann. Damit sind Käufer und Verkäufer gleichermaßen abgesichert.

  4. Mängel an der Immobilie

    Bei gebrauchten Immobilien schließen Verkäufer meist eine Mängelhaftung aus. Sie kaufen die Immobilie „wie gesehen“. Achten Sie aber darauf, dass der Vertrag vorsieht, dass der Verkäufer für wissentlich verschwiegene Mängel die Haftung übernimmt. Bereits bekannte Mängel sollten im Vertrag festgehalten werden.

    Beim Kauf einer neuen Immobilie wird bei der Übergabe eine Abnahme zur mängelfreien Immobilie gemacht. Sie als Käufer haben ab Übernahme der Immobilie 5 Jahre Baugewährleistung. Dies betrifft Bereiche wie Feuchtigkeitsschäden im Keller oder an Fenstern, fehlende oder mangelnde Abdichtungen, aber auch Risse und Blasen am Mauerwerk.

  5. Bei Eigentumswohnungen

    Wollen Sie eine Eigentumswohnung kaufen, sollten Sie sich vom Verwalter oder Immobilienmakler einige Informationen einholen. Sie sollten wissen, wie viel Geld für Reparaturen am Haus zurückgelegt wurden (Instandhaltungsrücklagen), ob bald Sonderumlagen für Renovierungen am Haus geplant sind und ob der bisherige Eigentümer dem Verwalter Hausgeld schuldet. Um zu sehen, was in den letzten Jahren im Haus vorgenommen wurde, sollten Sie die letzten drei Protokolle der Eigentümerversammlungen einsehen. Lassen Sie sich auch eine Abschrift der Teilungserklärung und der Hausordnung zeigen. So erfahren Sie, wie viel Stimmrecht Sie bei einer Eigentümerversammlung haben und welche Bereiche im Haus der Gemeinschaft zugeordnet sind und welche Ihnen privat.

  6. Genehmigungen und Vorkaufsrecht

    Nach der Beurkundung prüft der Notar, ob öffentlich-rechtliche Genehmigungen oder die Genehmigung eines Hausverwalters nötig sind. Auch die Gemeinde kann eventuell von einem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Das kommt aber nur sehr selten vor. Dies kann der Fall sein, wenn die Gemeinde laut Bebauungsplan auf der Fläche der Immobilie Bereiche für öffentliche Zwecke vorsieht. Jedoch darf dies ausschließlich für das Gemeinwohl der Gemeinde genutzt werden.

    Die Genehmigung des Hausverwalters wurde früher bei Eigentumswohnungen immer eingeholt, diese Regelung ist in der Teilungserklärung verankert und soll die anderen Parteien im Haus vor unseriösen und zahlungsunfähigen Käufern schützen. Kaufen Sie also eine ältere Immobilie kann dies noch der Fall sein. In neueren Teilungserklärungen ist diese Regelung nur noch selten vorhanden.

  7. Die Übergabe

    Auch der Übergabetermin sollte im Immobilienkaufvertrag festgehalten werden. Ab dem Zeitpunkt der Übergabe gehen Rechte aber auch Pflichten auf Sie über. Sie haften also beispielsweise für eine nicht getätigte Winterräumung bei Schnee, oder wenn ein Baum Ihres Grundstücks auf ein parkendes Auto stürzt. In der Regel besteht eine Wohngebäudeversicherung mindestens aber eine Brandschutzversicherung, die das Gebäude absichert.

    Diese kann erst mit Eigentumsumschreibung im Grundbuch gekündigt werden. Das schützt Sie und Ihr neues Zuhause!

 

Logo Immobilienscout Premium-Partner

Logo Immoscout Premium Partner 2018